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rneitzel Beiträge:0
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| 24 Oct 2006 17:56 |
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Als es noch das Heimatland zu verteidigen gab, liess sie sich die Wehrpflicht ja vertreten, nach dem Motto der französichen Revolution: Jeder Bürger ein Soldat, jeder Soldat ein Bürger. Aber mit Einsätzen in Afghanistan, Libanon und sonst wo auf der Welt ist die Wehrpflicht nicht zu vereinbaren (Wehrpflichtige werden ja dort auch nicht eingesetzt). Also: Schluss mit dieser in der Zwischenzeit überholten und vor allem ungerecht gewordenen Pflicht. Es werden ja überhaupt nur noch wenige eingezogen! :crazy:) |
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Peter Kaiser Beiträge:12
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| 25 Oct 2006 10:13 |
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Ich halte den massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des wehrpflichtigen Bürgers nur unter einer direkten territorialen Bedrohungslage des Staates (wie im kalten Krieg) für gerechtfertig. Wehrpflicht als Ausrede zur Nachwuchsrekrutierung oder als billige "Zwangsarbeiter" entsprechen nicht meinen Vorstellungen des "Bürgers in Uniform".
Gottseidank hat die FDP ja schon den Beschluß gefasst, die Wehrpflicht auszusetzen... |
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Stephan Wefelscheid Beiträge:43
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| 25 Oct 2006 11:02 |
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Die FDP fordert schon lange die Bundeswehr in eine reine Berufsarmee umzuwandeln, da bei einer Einziehungspraxis von lediglich 40 % eines Jahrgangs die Wehrgerechtigkeit nicht mehr gegeben ist. Das ist ein eklatanter Verstoß gegen das Gleichheitsrecht des Art. 3 GG, denn wesentlich Gleiches (hier: junge Männer - oder sollte ich vielleicht die Gattung Mensch heranziehen, so dass Frauen auch noch hinzugezogen werden müssten!?!) wird ohne wirklich sachlichen Grund ungleich behandelt (hier: 40% der jungen Männer müssen gehen, 60% nicht). Das Verwaltungsgericht Köln hat einen solchen Verstoß bereits im April 2004 im Rahmen eines Eilverfahrens zur Anordnung der Aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs gegen den Einberufungsbescheid (beachtlich ist in diesem Zusammenhang auch, dass ein Widerspruch gegen den Einberufungsbescheid keinen Suspensiveffekt hat!) angenommen. Ist ein so eklatanter Verstoß gegen Art. 3 GG für Liberale hinnehmbar? Ich denke die Antwort erübrigt sich. |
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Stephan Wefelscheid Beiträge:43
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| 27 Oct 2006 17:24 |
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eine weitere aktuelle Meldung: Polen will bis spätestens 2012 auf eine reine Berufsarmee umstellen Präsident Kaczynski spricht von mindestens 150.000 Soldaten Warschau - In Polen soll die Wehrpflicht abgeschafft und spätestens im Jahr 2012 eine reine Berufsarmee eingeführt werden. Entsprechende Reformen der Streitkräfte kündigte Präsident Lech Kaczynski am Freitag bei einem Besuch in einem Ausbildungszentrum der Armee in Kielce im Süden des Landes an. Die künftige Armee werde auf mindestens 150.000 Soldaten zurückgreifen können, sagte Kaczynski. Das entspricht der Zahl der Soldaten, die auch heute Dienst leisten. Der Anteil der Berufssoldaten liegt derzeit bei 56 Prozent. (AFP) 27.10.06, 16:04 Uhr |
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Stephan Wefelscheid Beiträge:43
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| 04 Nov 2006 12:19 |
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Eine erschreckende Meldung:
Bundeswehr setzt Anforderungen für Soldaten offenbar herab
Die Bundeswehr hat offenbar die Anforderungen für freiwillig länger dienende Wehrpflichtige, die auch in Auslandseinsätze gehen, herabgesetzt.
Damit solle dem Nachwuchsmangel entgegengewirkt werden, berichtet "Die Welt". Aus einem Schreiben des Psychologischen Dienstes des Verteidigungsministeriums gehe hervor, dass seit diesem Sommer bei den Bewerbern weniger Wert auf soziale Kompetenz, psychische Belastbarkeit und Verhaltensstabilität gelegt wird.
Bewerber, die als Zeitsoldaten abgelehnt worden seien, könnten trotz Defiziten in diesen Bereichen länger bei der Bundeswehr bleiben. Sie können bis zu 23 Monate lang ihren Dienst versehen und gehen auch in Auslandseinsätze, wie die Zeitung berichtet.
Das Verteidigungsministerium habe die Qualifikationen "zur Erleichterung der schwierigen Bedarfsdeckung" besonders für Auslandseinsätze herabgesetzt, heißt es in der "Welt" weiter. So werde bei der Beurteilung der sozialen Kompetenz eines Soldaten auf einer Skala von eins (sehr gut) bis sieben (völlig ungenügend) nur noch der Wert sechs verlangt. Der Durchschnittswert liege bei vier. Auch bei der psychischen Belastbarkeit genüge jetzt der Wert sechs. Bei der Verhaltensstabilität betrage der Mindestwert fünf. Anzeige
Bisher mussten die Psychologen der Bundeswehr bei Soldaten darauf achten, dass soziale Kompetenz und Belastbarkeit besonders ausgeprägt sind. "Das sind jetzt keine Voraussetzungen mehr. Es wird praktisch jeder genommen", sagte ein Bundeswehrmitarbeiter der "Welt". Es werde auch in den Einheiten mehr darauf geachtet, wie die Werte bei der Musterung gewesen seien. Wer verfügbar sei, müsse auch in den Auslandseinsatz gehen. Die Bundeswehr beruft im Jahr etwa 60.000 Wehrpflichtige ein. Davon sind etwa 15.800 freiwillig länger Dienende. |
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Robert Arnold Beiträge:0
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| 30 Jan 2007 18:26 |
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Diese Zahlen über die Einberufungszahlen sind Schall und Rauch. Getreu dem Motto, traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. 1: Es werden ca. 80% der jungen Männer einberufen die geeignet sind. Das heißt Musterung mit 1 oder 2. 2: Herabsetzung der Qualifikationen ist deshalb notwendig weil die Bundeswehr keinen Nachwuchs findet. Tut mir leid aber wer lässt sich, salopp gesagt, für knapp 1200 € (22 Jahre, ledig) den Hintern wegschießen. Im Einsatz gibt es zwar Zuschläge, trotzdem wird dieses Gehalt einer 46 Stundenwoche, Bereitschaftszeiten von bis zu 3 Monaten und einer 12 Stunden Rufbereitschaft nicht gerecht. 3: Das Bundesverfassungsgericht hat schon mehrmals festgestellt dass es nicht dem Grundgesetz entspricht, junge Frauen zum Dienst an der Waffe zu zwingen. Das wird sich auch keine Regierung jemals ändern. 4: Wehrpflicht abschaffen ist an und für sich eine gute Idee. Die Bundeswehr bezieht aber 30 - 40 % ihres Nachwuchses aus Wehrpflichtigen. Wie soll diese Lücke geschlossen werden? Die Bundeswehr müsste viel mehr Werbung machen und attraktiver machen. Dazu kommt noch, die Bundeswehr ist eine Armee von Spezialisten! Die Ausbildung für Feuerwerker (Kampfmittelbeseitigung wie z.B. Minen, Bomben, Blindgänger) dauert bis zu 6 Jahre. Es muss also auf lange Sicht geplant werden. Diese Spezialisten kriegt man für kein Geld auf dem Arbeitsmarkt, weil es die nicht gibt. Nur mit langen Verträgen und einer guten Werbung kriegt man diese Leute. Oder eben durch Wehrpflichtige die diese Arbeit sehen, Deren Interesse geweckt wird und die sich für diese Aufgabe entscheiden. 5: Zur psychologischen Eignung ein paar Zahlen: Etwa 50% der Bewerber kommt bei psychischer Belastbarkeit in die Kategorie 7. Jeder der 1 bis 6 hat, gehört schon zur besseren Hälfte.
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Stephan Wefelscheid Beiträge:43
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| 19 Mar 2007 10:22 |
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Prozess um Rekrutenmisshandlung
Münster (dpa) - Vor dem Landgericht Münster hat am 18. März 2007 der Prozess um die Misshandlung von Rekruten gegen 18 frühere Ausbilder der Bundeswehr begonnen. Dem früheren Kompaniechef im Range eines Hauptmannes und 17 Unteroffizieren wird vorgeworfen, die Rekruten bei simulierten Geiselnahmen misshandelt und ihnen dabei unter anderem Elektroschocks verpasst zu haben. Die Vorfälle im Umfeld der Coesfelder Freiherr-vom-Stein-Kaserne hatten 2004 in ganz Deutschland Entsetzen ausgelöst und öffentliche Diskussionen über den Zustand der deutschen Streitkräfte entfacht.
Für den Prozess vor der 8. Strafkammer des Landgerichts sind 45 Verhandlungstage vorgesehen. ---------------------------------------------------------------------------------------- Da bin ich mal auf den Ausgang und die Konsequenzen die sich daraus ergeben gespannt! |
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